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Heraldische Studie

Object type: Zeichnung
extended object type:Studie
Artist:
Grelstorff, Julius
Place of creation:Husum
Measures:H: 25 cm, B: 32 cm
Material:Papier
Technique:Tusche (Zeichnung) (Bleistift/Aquarell/Tempera)
In der Veröffentlichung "Heimat Nordfriesland. Ein Kanon friesischer Kultur", die 2011 im Verlag des Nordfriisk Instituut in Bredstedt herausgegeben wurde (siehe Literaturhinweise), heißt es im Kapitel "Der Grütztopf im Wappen und 'Lieber tot als Sklave':

".. Dass Kaiser Karl den Friesen die Freiheit geschenkt habe, gehört auch in Nordfriesland zum friesischen Geschichtsbild. Bereits die ersten nordfriesischen Historiografen Peter Sax und Anton Heimreich schildern im 17.Jhd. ausführlich das angebliche Geschehen. Heimreich erwähnt dabei auch das Privileg, 'dass jeder geborne Friese eine halben Adeler in seinem wapen möchte führen'. Auch die Reichskrone soll 'zu erzeigung ihrer von uns ihnen gegebenen freyheit' dienen.
Als bewusste Nordfriesen in den 1840er Jahren nach einem Wappen für ganz Nordfriesland suchten, standen also zwei Elemente fest, die beide auf die friesische Freiheit Bezug nahmen: ein halber Reichsadler und eine Krone. Ein Banner mit einem Wappen Nordfrieslands wurde sodann wohl erstmals beim großen Volksfest der Nordfriesen 1844 in Bredstedt aufgezogen. Es enthielt noch ein drittes Element: einen Grütztopf. Dieser äußerst ungewöhnliche Bestandteil war von den Erfindern des Wappens als Symbol für die Gleichheit und Brüderlichkeit gemeint in dem Sinne, dass früher alle aus einem Topf aßen. ..
Das 1844 wehende Banner mit dem ersten Nordfriesen-Wappen enthielt die friesische Aufschrift 'Liewer düd, as Slaw' .. . Der Ursprung dieses Wahlspruchs findet sich im Mittelalter. Die Worte 'Lieber tot als unfrei' stammen aus westfriesischer Überlieferung und beziehen sich auf den Sieg der Friesen über den Grafen Wilhelm IV. von Holland im Jahr 1345. .."

Literature:
  • Diverse Veröffentlichungen in Tageszeitungen, Periodica und weniger umfangreiche Kataloge und Faltblätter
  • Hielmcrone, Ulf von: Husum. Kleiner Führer durch die Stormstadt, Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co.KG 1978
  • Dietrich, Jürgen: Leben und arbeiten in Husum vor hundert Jahren. Dargestellt am Aufstieg des Malermeisters Julius Grelsdorff (=Schriften des Nordfriesischen Museums Nissenhaus, Nr.19), Heide: Boyens & Co. 1983
  • Feddersen, Berend Harke: Schleswig-Holsteinisches Künstler-Lexikon, Bredstedt: Nordfriisk Instituut 1984
  • Borzikowsky, Holger: Husum in alten Bildern, Heide: Boyens & Co. 1993
  • Steensen, Thomas: Heimat Nordfriesland. Ein Kanon friesischer Kultur, Heide: Boyens & Co. 2011
  • Eversberg, Gerd (Hrsg.): Und seitab liegt die Stadt. Julius Grelstorff. Häuser in Husum - Ein Album für Theodor Storrm, Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co.KG 2017

Inventory Number: B 2208-17

Signature: signiert und datiert (u.re.: Jul. Grelstorff 1894)

Photographer: Ehlert, Sönke

Image rights: Museumsverbund Nordfriesland