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Diskontinuum (Revolution)

Objektbezeichnung:Gemälde
Sachgruppe:A. Gemälde
Hersteller:
Greune, Karl Heinrich
Datierung:1978
Maße:H: 180 cm, B: 250 cm
Material:Leinwand
Technik:Acryl
Greunes Bilder sind auf den ersten Blick schwer lesbar. Scheinbar tritt dem Betrachter ein kaum entwirrbares Liniengerüst und Figurenensemble entgegen, doch erschließt sich ihm das Bild bei genauem Hinsehen bald als ein Gefüge geordneter Strukturen, in das die Figuren einbezogen sind, als Zitate, Erinnerungen und Verdichtungen der Strukturen. Es entsteht ein spannungsvolles Miteinander von bis ins Kleinste durchorganisierten Einheiten und großen, oft jähen Farbeinbrüchen. Greune, ein Maler, dem die Reflektion über sein Tun Gewohnheit ist, schreibt: "Die Bedingung der Möglichkeit meiner Malerei sehe ich in dem strukturalen Zusammenhang von Zeichen und Kraftfeld. Man kann auch sagen zwischen Kontinuum und Diskontinuum. Schon Strukturen präsymbolischer Ästhetizität haben einen phänomenalen Gehalt. Erweitert man Strukturen um darstellerische Aspekte, können sie das bestehende Feld revolutionieren, Raumaufrichtungen, Motivbildungen und Schübe ereignen sich. Verschwindet eine Darstellungseinheit im Feld, innerviert sie dessen Dynamik."1
G. G.

1 Ausst. Kat. Karl Heinrich Greune, Bilder. Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck 1988, Kat.-Nr. 7 (m. Abb.)

Inventarnummer: 1991-151

Signatur: bezeichnet (rückseitig: Diskontinuum, 1978 (Revolution) K. H. Greune)

Abbildungsrechte: Kunsthalle St. Annen