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Alkoven | |
Schrankbett aus Kiefernholz. Die beiden dunkelbraunen Türen sind mit Eisenscharnieren versehen. Innen hat man die Wände roh belassen, außen englisch rot angemalt. Die Türen sind außen mit gefassten Kassetten gearbeitet. In der hinteren rechten Ecke ein Regal, die Ritzen an den Seiten sind mit Schafswolle verstopft. An der Seite hängt ein Bündel Flohkraut (Meerstrandbeifuß, wächst in den Wattwiesen und riecht stark nach Wermut). Dieses Kraut wurde zur Betäubung der Flöhe und anderem Ungeziefer benutzt. - Alkoven (arabisch: el kobbah = Zelt, Kuppel) ist die Bezeichnung für eine Bettnische. Diese Wandbetten sind in die Wände zwischen den Zimmern eingelassen und in diesem Fall mit zwei Scharniertüren abtrennbar. Man ruhte halb aufgerichtet in den Betten mit mehreren Kissen im Rücken. In der Kööv (Stube), Kammer oder Küche (Kööken) schliefen die Eltern, Kinder und Gesinde ( bis zu vier Personen in einem Bett) in Wandbetten. Der Hohlraum unter der Matratze wurde als Aufbewahrungsort (z. B. für Kartoffeln) benutzt und bildete nicht selten Niststätten für Mäuse. (Literatur: Harry Kunz und Thomas Steensen - Sylt-Lexikon)
Inventarnummer: 2012-235
Abbildungsrechte: Altfriesisches Haus
Abbildungsrechte: Altfriesisches Haus
