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"Deutscher Flottenverein" | |
Sichtbarer Ausdruck der Forderungen Kaiser Wilhelms II. nach einem "Platz an der Sonne" war der Aufbau einer starken Flotte. Sein kostspieliges Flottenprogramm bedurfte allerdings einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung. Großadmiral Alfred von Tirpitz verschaffte mit einer massiv betriebenen Flottenpropaganda dem Wunsch nach einer schlagkräftigen deutschen Flotte innerhalb weniger Jahre die nötige Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Der Deutsche Flottenverein wurde am 30. April 1898 auf direktes Betreiben des Kaisers von Alfred von Tirpitz gegründet und war im Rahmen der Flottenpropaganda ein wichtiger Partner. Er diente dazu, bei der Bevölkerung das Verständnis und das Interesse für die Aufgabe und die Bedeutung der Flotte zu wecken und zu fördern. Die enge Verknüpfung des Flottenvereins mit der Person Wilhelms II. wird auf dem Plakat durch die Darstellung der kaiserlichen Yacht "Hohenzollern" angesprochen, die unter Volldampf die Wellen durchschneidet. Anton Glück (geb. 1869) war in Karlsruhe zunächst als Kaufmann tätig, ehe er sich der Kunst zuwandte. Obwohl er keine künstlerische Ausbildung besaß, wurde er als Lithograf an die "Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe" berufen, die er seit 1912 als künstlerischer und kaufmännischer Direktor leitete.
Inventarnummer: 136/1988

