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"Im Nebel" | |
Immer wieder malte Georg Burmester Seelandschaften. Die Darstellung wechselnder Lichtphänomene und des Wassers bei unterschiedlicher Beleuchtung reizte ihn hierbei. Auch dieses im Jahr 1919 entstandene Bild zeigt das angestammte Motiv Burmesters. Während frühere Werke stark von der impressionistischen Malerei beeinflusst sind, weist das Gemälde "Im Nebel" einen neue unruhig-dynamische Bildgestaltung auf. Im Gegensatz zu dem noch klar erkennbaren, im Zentrum der Wasserfläche dahintreibenden Segelboot verschwimmen die Konturen der Boote im Mittelgrund und am Horizont in grauviolettem nebligen Dunst. Vermutlich angeregt von seinem Kasseler Akademie-Kollegen Paul Baum, einem Vertreter der neoimpressionistischen Landschaftsmalerei, spachtelt Burmester bei dieser Arbeit polychrome Farbflecke in bunter Mischung nebeneinander. Die Malerei sticht durch die in kühnen Gelbakzenten versuchte Wiedergabe flackernder Lichtbrechungen auf dem Wasser hervor. Solche Effekte und die leuchtend roten Reflexe an der Tonne unterstreichen die Tendenz zu dekorativer Wirkung in Burmesters Werk der mittleren Kasseler Zeit.
Inventarnummer: 205/1996

