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"Dein Feld die freie Welt"
Sachgruppe:Kriegswesen / Militär
Politische Organisationen / Parteien
Kriegswesen / Militär
Kriegswesen / Militär
Datierung:um 1960
Maße:118,5 x 84,5 cm
Technik:Farbdruck
Am 15./16. Juli 1955 verabschiedete der Bundestag das Freiwilligengesetz, das die Einstellung von zunächst 6.000 Freiwilligen in die Bundeswehr vorsah. Es ebnete den Weg für die Remilitarisierung der Bundesrepublik. Im Zusammenhang mit der Verschärfung des Kalten Kriegs gaben die Westmächte die nach Kriegsende beschlossene Entwaffnung Deutschlands auf. Am 2. Januar 1956 rückten die ersten 1.000 Freiwilligen ein. Während der Eintritt in die Bundeswehr anfänglich noch freiwillig erfolgte, beschloss der Bundstag 1956 die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, auf deren Grundlage am 1. April 1957 die ersten 100.000 Wehrpflichtigen rekrutiert wurden. Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik konnte nur gegen heftigen innenpolitischen Widerstand durchgesetzt werden. Besonders die SPD verurteilte die Sicherheitspolitik der Regierung, da sie die Wiederbewaffnung als Hindernis der deutschen Wiedervereinigung sah. Die auf dem Hamburger Parteitag 1950 erhobene Forderung, "sich jeder Remilitarisierung Deutschlands mit allen Mitteln zu widersetzen", prägte die Sicherheitspolitik der SPD bis zum Parteitag 1960, auf dem die Partei die Wehrpflicht akzeptierte. Die "freie Welt" und die Anbindung Deutschlands an die freie Welt Amerikas und der westeuropäischen Demokratien als Garant deutscher Freiheit und Sicherheit bildeten einen wesentlichen Baustein der Politik Adenauers. Diese Sichtweise spiegelt auch der Slogan des Bundeswehrplakats wider, wenn er Soldaten als Kämpfer für Freiheit und Frieden charakterisiert.

Inventarnummer: 73/2005