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"Seekampf an der Küste von Südamerika"

Objektbezeichnung:Gemälde
Sachgruppe:Marine
Kriegswesen / Militär
Kriegswesen / Militär
Marine
Künstler:
Malchin, Carl Wilhelm Christian
Datierung:1914
Maße:23 cm x 32 cm
Technik:Öl auf Malpappe
Ölskizze eines brennenden Kriegsschiffes in bewegter See, hinten rechts ein weiteres in Brand geschossenes Schiff, im Hintergrund ein Flottenverband. Die Darstellung bezieht sich auf die vielfach von der kaiserlichen Marinemalerei thematisierte Seeschlacht vor der chilenischen Küste 1914: Vor der kleinen Küstenstadt Coronel im Golf von Arauco kam es am 1. November zu einem damals als klassisch geltenden Seegefecht. Gegen die untergehende Sonne und in einer schweren Dünung hatten die deutschen Schiffe den englischen Verband auf südlichen Kursen als silhouettenhafte Ziele an Steuerbord - ein ideales Motiv für die propagandistische Marinemalerei. Das Ostasiengeschwader unter Graf von Spee versenkte in kurzer Zeit die britischen Panzerkreuzer "Good Hope" und "Monmouth" und mit ihnen über 1400 Seeleute. Damit war es der deutschen Flotte schon kurz nach Kriegsbeginn gelungen, der englischen Seemacht erstmals eine Niederlage beizubringen. Graf v. Spees Geschwader ging am 3. November 1914 vor Valparaiso auf Reede. Es wurde von Tausenden deutschfreundlicher Chilenen und deutschen Einwanderern enthusiastisch gefeiert. Im 1. Weltkrieg stellten die Marinemaler vorrangig Siege der deutschen Flotte dar. Sie wollten mit ihren Bildern aufbauend und motivierend wirken und das Bewußtsein vermitteln, dass Deutschland eine starke Flotte besitzt. Wie auch schon in der Zeit vor dem Krieg besaß die Marinemalerei politische und propagandistische Funktion. Der Kaiser nutzte sie, um die Bedeutung und Wichtigkeit seiner Flottenpolitik zu vermitteln.

Inventarnummer: 92/1997