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Clementine Schön-Renz mit Tochter | |
Vor amorphem Grund tritt Clementine Schön in Dreiviertelansicht und als Halbfigur gegeben mit ihrer wohl zweijährigen Tochter auf dem Arm hervor. Ihr Kopf im scharfen Profil ist nach rechts auf ein für den Betrachter nicht wahrnehmbares Ziel gerichtet. Ihre Tochter mit blondem Haarschopf, die sich eng an ihre rechte Körperseite anschmiegt, schaut ebenfalls ins Unbestimmte. Ihr weißes langes Kleidchen aus zartem Stoff scheint von vergleichbarer Beschaffenheit zu sein wie das reiche, seidene Brusttuch ihrer Mutter. Der kleinen Puppe, die beide gemeinsam halten, wird keine Aufmerksamkeit geschenkt. Einen warmen leuchtenden Akzent setzt der rote Blusenärmel Clementines. Das Braun ihres Rockes hingegen geht nahezu im Braun des Grundes unter. Obwohl das Doppelbildnis die gutsituierte Lage der Familie widerspiegelt, wurde auf jegliche Repräsentation verzichtet. Die Vertrautheit zwischen Mutter und Tochter, ihre intime Zwiesprache ist wesentlich für den Ausdruck von Privatheit. Es sind keine zur Schau gestellten leeren Posen, vielmehr sind ihre Haltungen dem natürlichen Verhältnis beider geschuldet.
Literatur:
Literatur:
- Luckow, Dirk (Hrsg.): SEE History 2004. Der demokratische Blick. Ausstellung der Kunsthalle zu Kiel, 24. Juli 2004 - Juli 2005, Kiel: Kunsthalle zu Kiel, 2004
- Gollek, Rosel / Winfried Ranke: Franz von Lenbach 1836 - 1904. Ausstellung im Lenbachhaus, München; 14.12.1986 - 03.05.1987, München/New York: Prestel Verlag, 1987
- von Baranow, Sonja: Franz von Lenbach - Leben und Werk, Köln: DuMont Buchverlag, 1986
Inventarnummer: 1086
Abbildungsrechte: Kunsthalle zu Kiel
Abbildungsrechte: Kunsthalle zu Kiel
| Ikonographie: | Porträt |

