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Stilleben mit Büchern | |
Das klassische Stilleben zeigt ein Arrangement unbelebter Dinge. Seine Beliebtheit beim Publikum wie auch bei den Künstlern verdankt es nicht nur dem Interesse an der materiellen Erscheinung der Dinge und ihrem symbolischen Gehalt, sondern auch dem Interesse an der künstlerischen Darstellung selbst. Alexander Kanoldt wandte sich 1916 der Stillebenmalerei zu; hier entstanden seine wichtigsten Werke. Kanoldt gehörte zunächst zum Kreis der Expressionisten in München, deren Weg in die Abstraktion er jedoch nicht folgte. Charakteristisch für seine Malerei sind leicht schematisierte und unbewegte Formen. Das "Stilleben mit Büchern und Lilie" von 1916 zeigt noch expressionistische Züge. In seiner Ruhe und Zeitlosigkeit nimmt es jedoch ein wichtiges Element der Neuen Sachlichkeit vorweg, zu deren Hauptvertretern Kanoldt später zählte. Die Maler der Neuen Sachlichkeit tilgten jede äußere Bewegung aus ihren Bildern. Das Stilleben wurde zu einem Leitthema. Für Kanoldt war es die wichtigste Bildform, um dem Zeitlos-Wesenhaftem im Dasein der Dinge nachzuspüren. (Marta Wrage M.A.)
Lit.: See history 2003, Kunsthalle zu Kiel, Kiel 2003, S. 62.
Literatur:
Lit.: See history 2003, Kunsthalle zu Kiel, Kiel 2003, S. 62.
Literatur:
- Sedlmaier, Richard (Hrsg.): Kunsthalle zu Kiel. Katalog der Gemäldegalerie, Kiel, 1958
- Kunsthalle zu Kiel. Katalog der Gemälde. bearb. v. Johann Schlick, 1973
- Finanzminister des Landes SH (Hrsg.) / Landesbauverwaltung (Hrsg.): Kunsthalle zu Kiel, Christian-Albrechts-Universität: Sammlungen und Baugeschichte 1854 bis 1986, Hamburg: Hans Christians Verlag, 1986
- Luckow, Dirk (Hrsg.): SEE history 2003. Eine Sammlung wird ausgestellt. Ausstellung Kunsthalle zu Kiel, 12.04.2003-04.2004., Kiel: Kunsthalle zu Kiel, 2003
Inventarnummer: 545
Signatur: bezeichnet (u. r.: Kanoldt)
Abbildungsrechte: Kunsthalle zu Kiel
Signatur: bezeichnet (u. r.: Kanoldt)
Abbildungsrechte: Kunsthalle zu Kiel
| Ikonographie: | Stilleben |

