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Elam
Objektbezeichnung:Gemälde
Sachgruppe:Malerei
Künstler:
Schumacher, Emil
Datierung:1982
Maße:H: 170 cm, B: 250 cm
Material:Holz
Technik:Öl
Stil:Informel
Die abstrakten Bildwerke Emil Schumachers sind als eigenständige Wesen zu begreifen. Nicht nur die Farbe, sondern auch deren Struktur werden schon während des Malaktes gepflegt, indem der Künstler sie nicht nur selbst anmischt, sondern Schicht für Schicht aufträgt und wieder durchfurcht, behaut oder mit anderen Materialien verbindet. Von diesen beiden Qualitäten - Farbe und Struktur - lenkt nichts in seinen Bildern ab. Auch die Titel entbehren jeglicher Interpretiebarkeit. "Elam" nannte Schumacher das Kieler Bild und ruft damit nicht mehr als ein exotisches Gefühl der Fremdheit hervor, das den visuellen Eindruck des Bildes unterstützt. Es kommen jedoch Fragen auf, wenn man an das altertümliche Reich Elam denkt, welches heute als Iran zu finden ist. Seine Geschichte ist von starker Wechselhaftigkeit charakterisiert, denn es wurde immer wieder von benachbarten Mächten attackiert und unterworfen, scheute aber auch nicht vor eigenen Eroberungszügen zurück. Schumachers "Elam" zeigt sicher nicht den historischen Ort, aber vielleicht etwas von dessen Charakter. Die Farbe wird vom Künstler benutzt, immer wieder verändert oder auch verletzt, doch letztendlich ist sie es, die als Material in Kolorit und Struktur das Bild beherrscht. (Marta Wrage M.A.)

Literatur:
  • Kunsthalle zu Kiel (Hrsg.): Emil Schumacher. Neue Bilder, Kiel, 1987
  • Vorstand des Stifterkreises Kunsthalle zu Kiel e.V. (Hrsg.): 10 Jahre Stifterkreis Kunsthalle zu Kiel 1978-1988. Bilanz eines Jahrzehnts, Kiel: Kunsthalle zu Kiel, 1988
  • Nationalgalerie Berlin Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz (Hrsg.) / Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (Hrsg.): Emil Schumacher. Späte Bilder, 1988

Inventarnummer: 853

Signatur: bezeichnet (u. l.: Schumacher; mit weißer Farbe)


Ikonographie:     
Abstrakte, ungegenständliche Kunst