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Das abgestorbene Bäumchen | |
In einer Komposition, die von den Diagonalen eines Andreaskreuzes beherrscht wird, gibt dieses Bild die Ansicht eines überschnittenen, in den Hintergrund gerückten geweißten Reetdachhauses wieder, vor dem sich eine Dorfstraße, vom unteren Bildrand ausgehend, in Höhe der Horizontlinie in einem Bogen nach rechts wendet. Zu beiden Seiten schließen Baumkronen, Gebüsch und Begrenzungseinrichtungen die Seiten. Links sorgen dafür in voller Länge ein Wegabschluss, ein die Vertikale und auch Waagerechte bekräftigendes Mauerwerk, ein Baumstammpaar und ineinander gefügt Baumkronen, deren Massen sowohl Kugelform - Ruhe - als auch fächerhafte Öffnung nach oben - Dynamik - aufweisen. Rechts legt ein unten geradlinig, oben gestufter Zaun aus vertikal linierten Reetmatten die Flucht dar, den überbordendes Blattwerk in bewegt konturierter Art bis über die Bildmitte hinaus überwölben. So stehen sich die Seitenmotive diagonal gegenüber und lassen im Verein mit Häuserschrägungen einen Zwischenraum frei, der mit einer rhomboiden Anspielung das Straßentrapez mit der freien Himmelsfläche verknüpft. Auf den geschlossenen Hauseingang und das davorstehende abgestorbene Bäumchen zeigen links die Wegbegrenzungen und rechts die Buschkontur, einen sinnreichen Kontrast hervorhebend; denn Lichtfülle und sommerlich entfaltete Vegetation beherrschen sonst die Szenerie.
Inventarnummer: 1204
Signatur: monogrammiert (u.l.: H Blunck.)
Signatur: signiert (u.r.: H Blunck-Heikendorf)
Abbildungsrechte: Künstlermuseum Heikendorf - Kieler Förde
Signatur: monogrammiert (u.l.: H Blunck.)
Signatur: signiert (u.r.: H Blunck-Heikendorf)
Abbildungsrechte: Künstlermuseum Heikendorf - Kieler Förde
| Ikonographie: | Wohnen |

