Beschreibung:
Es handelt sich um ein Frühwerk des damals 27-jährigen Künstlers, der diese Skulptur mit einem Pendant "Europa auf dem Stier" erstmals auf der Internationalen Kunstausstellung Secession München 1899, Nr. 295b, präsentierte.
Diana, die römische Göttin der Jagd ist die alte Beschützerin der Frauen. Sie steht für Kraft, Freiheit und Unabhängigkeit. Eine ausgefeilte und klare Linienführung präsentiert das Tier, die Reiterin und den Bogen zu einer Einheit. Die glatt gespannte Körperlichkeit der „Diana“ erinnert deutlich an die "Reitende Amazone" von Franz von Stuck.
Wrbas Kunstwerk bricht bewusst mit den traditionellen, starren Konventionen des klassischen Reiterstandbildes.
Es existieren Fassungen in Bronze und in Silber mit Teilvergoldung, die sich durch den Spannungsgrad des Bogens unterscheiden und in unterschiedlichen Gießereien hergestellt wurden. Eine lebensgroße Ausführung der „Diana auf der Hirschkuh“ befindet sich im Stadtpark Hamburg.
Lit.: Ina Gayk: Zum frühen Schaffen Georg Wrbas - "Diana auf der Hirschkuh" und "Europa auf dem Stier". In: Thomas Pöpper (Hg.): Georg Wrba (1872-1939) - Leiipziger Beiträge zur Kunstgeschichte 4, 2009, S. 29-39.- Günter Kloss: Georg Wrba (1872-1939). Ein Bildhauer zwischen Historismus und Moderne, Petersberg 1998, WV 12.
Wrba schuf 1926 auch den figürlichen Schmuck des Mönckeberg-Brunnens in der gleichnamigen Hamburger Straße.