Kniestück der Königin im jugendlichen Alter nach einem Gemälde von Antoine Pesne. Sie trägt ein reich gemustertes Silberbrokatkleid nach französischer Rokoko-Art. An den gepufften Ärmeln rosa Schleifen, um die Schultern fällt ein blauer, mit Kronen bestickter Hermelinmantel. Reicher Edelstein und Brillantschmuck. Sie weist mit der Linken auf die Krone, die rechts auf einem Tischchen auf einem roten Samtkissen liegt. Dunkelbrauner Hintergrund, zur Mitte hin aufgelichtet.
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Königin Luise Ulrike galt als kunstsinnig, militärisch interessiert und äußerst ehrgeizig. Um Einfluss in Schweden zu erlangen, befürwortete ihr Bruder König Friedrich der Große von Preußen ihre Heirat mit Herzog Adolf Friedrich von Holstein-Gottorf, seinerzeit Eutiner Fürstbischof und Kronprinz von Schweden. Aus der Ehe gingen die schwedischen Könige Gustav III. und Karl XIII. hervor.
Luise Ulrike wirkte einflussreich in der sogenannten Hofpartei, welche die parlamentarische Verfassung Schwedens ablehnte und die königliche Macht stärken wollte. Der Staatsstreich der Hofpartei missglückte jedoch und der Einfluss des Königspaares wurde weiter eingeschränkt.
Von dem Gemälde existieren verschiedene Varianten von Antoine Pesne und seiner Werkstatt. Die Wahl des Malers zeigt die Verbundenheit der Königin Luise zu ihrem Bruder, denn Pesne war siebenundvierzig Jahre lang erster Hofmaler Preußens. Seine produktivste Zeit beginnt mit der Thronbesteigung Friedrichs des Großen.