Der Zuckerschneider ist auf eine 2,4 cm starke Holzplatte geschraubt. Die Platte ist in Leisten gefasst, so dass ein Kasten entstand. Eine Querseite des Kastens ist zugeschrägt und ihr Mittelstück blieb leistenlos, so dass beim Kippen des Kastens der geschnittene Zucker an dieser Schmalseite hinausgleiten konnte.
Der Schneider selbst besteht aus zwei Ständern, deren einer sich als Bügel fortsetzt, an dem, in einer Öffnung gefasst, das Schneidemesser entlangläuft. Er endet in einem Knopf. Der niedrige entgegenstehende Ständer endet in zwei Backen, die durch Verbindung eines Bolzens den Schaft des Schneidemessers halten. Das Schneidemesser mit verbreitertem Blatt trifft auf die doppelt gezähnte Schneideleiste, auf die der Zucker gelegt wird. Durch ein auf diese Leiste geschraubtes federndes Band, dessen Ende gegen das Messer drückt, wird die Spannung hergestellt. Der Griff ist birnenförmig. Der Zuckerschneider wurde zum Schneiden von Hutzucker oder Kandis gebraucht.