Object description:
Ausstellung
Period:
08.05.2026 - 23.09.2026
Address:
Subject group:
Geschichte/Kulturgeschichte
Organizer:
KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund der Kirchengemeinde St. Petri Ladelund
Category:
Ausstellung
Venue:
Ladelund
Über Reinhold Beckers Puppenspiel „Die letzten Tage im Bunker des Führers“ – Eine deutsche Tragikomödie (1999)
Im Sommer 2024 zeigten der Pole Poppenspäler Förderkreis e.V. zusammen mit dem Museumsverbund Nordfriesland in den Räumen des Husumer Schlosses eine Ausstellung mit dem provokanten Titel „Darf man über Hitler lachen?“. Etliche Gäste stellten sich damals dieser Fragestellung und besuchten die Ausstellung, die eine kritisch-künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus zum Schwerpunkt hatte. Dabei standen auch Theaterfiguren des Handpuppenspiels „Die letzten Tage im Bunker des Führers“ des Kieler Pastors Reinhold Becker im Mittelpunkt.
Nun wird die Ausstellung erneut gezeigt. Vom 8. Mai bis zum 23. September 2026 ist sie in den Räumen der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund zu sehen.
Eine „persönliche Abrechnung“ mit dem Nationalsozialismus strebte der pensionierte Kieler Pastor Reinhold Becker (1932-2012) in seinem Puppenspiel an, mit dem die Amateurbühne ,,Beckers kleines Welttheater" 1999 beim Husumer Poppenspäler-Festival gastierte. Sein realistisch nachempfundener Figurensatz und die satirisch-groteske Überzeichnung des Geschehens mit Mitteln des Handpuppenspiels werden in der Ausstellung sichtbar.
Beckers Stück steht andererseits - über das Figurentheater hinaus - in einem literatur-, theater- und filmgeschichtlichem Kontext von Darstellungen, die die Schrecken des Nationalsozialismus mit einer verfremdeten Perspektive unter Einbeziehung komisch-satirischer Stilmittel verbinden. Diese Zusammenhänge - neben dem Theaterstück selbst - an Beispielen aufzuzeigen, ist die Absicht dieser Sonderausstellung, die das Kolk17 Figurentheater & Museum in Lübeck durch seine Leihgabe der Original-Figuren von Reinhold Becker ermöglicht hat.
Mit dem neu akzentuierten Ausstellungstitel „Humor im Angesicht des Bösen” sowie einigen konzeptionellen Anpassungen wurde dem besonderen Ausstellungsort, der vorrangig dem Gedenken der Opfer von Willkür und Gewalt gewidmet ist, Rechnung getragen.
Die Ausstellung wird am Freitag, den 8. Mai um 19.00 Uhr feierlich in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund eröffnet.
Im Sommer 2024 zeigten der Pole Poppenspäler Förderkreis e.V. zusammen mit dem Museumsverbund Nordfriesland in den Räumen des Husumer Schlosses eine Ausstellung mit dem provokanten Titel „Darf man über Hitler lachen?“. Etliche Gäste stellten sich damals dieser Fragestellung und besuchten die Ausstellung, die eine kritisch-künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus zum Schwerpunkt hatte. Dabei standen auch Theaterfiguren des Handpuppenspiels „Die letzten Tage im Bunker des Führers“ des Kieler Pastors Reinhold Becker im Mittelpunkt.
Nun wird die Ausstellung erneut gezeigt. Vom 8. Mai bis zum 23. September 2026 ist sie in den Räumen der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund zu sehen.
Eine „persönliche Abrechnung“ mit dem Nationalsozialismus strebte der pensionierte Kieler Pastor Reinhold Becker (1932-2012) in seinem Puppenspiel an, mit dem die Amateurbühne ,,Beckers kleines Welttheater" 1999 beim Husumer Poppenspäler-Festival gastierte. Sein realistisch nachempfundener Figurensatz und die satirisch-groteske Überzeichnung des Geschehens mit Mitteln des Handpuppenspiels werden in der Ausstellung sichtbar.
Beckers Stück steht andererseits - über das Figurentheater hinaus - in einem literatur-, theater- und filmgeschichtlichem Kontext von Darstellungen, die die Schrecken des Nationalsozialismus mit einer verfremdeten Perspektive unter Einbeziehung komisch-satirischer Stilmittel verbinden. Diese Zusammenhänge - neben dem Theaterstück selbst - an Beispielen aufzuzeigen, ist die Absicht dieser Sonderausstellung, die das Kolk17 Figurentheater & Museum in Lübeck durch seine Leihgabe der Original-Figuren von Reinhold Becker ermöglicht hat.
Mit dem neu akzentuierten Ausstellungstitel „Humor im Angesicht des Bösen” sowie einigen konzeptionellen Anpassungen wurde dem besonderen Ausstellungsort, der vorrangig dem Gedenken der Opfer von Willkür und Gewalt gewidmet ist, Rechnung getragen.
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