Object description:
Gemälde
Dating:
1998
Dimensions:
305 mm x 500 mm
Technique:
Öl / Hartfaser
Subject group:
Schiffbau / Werften
Bildwerke / Bildende Kunst
Person:
Providing institution:
Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum - Stadtmuseum Warleberger Hof
Das Bild zeigt einen Blick von der oberen Plattform des großen Portalkrans von HDW auf die Kieler Altstadt. Während die untere Bildhälfte noch von den Howaldtschen Schiffbauanlagen beherrscht wird, ist im Hintergrund das Kieler Westufer zu erkennen. Das Bild entstand im Zusammenhang mit dem vom Kieler Stadt- und Schiffahrtsmuseum vermittelten Projekt "Malen auf Howaldt". Der Itzehoer Künstler Friedel Anderson erhielt im Frühjahr 1998 eine Woche lang Zutritt zu dem Werksgelände von HDW, um dort Eindrücke vom modernen Schiffbau zu gewinnen und diese künstlerisch umzusetzen. Anderson suchte hierbei auch nach ungewöhnlichen Perspektiven auf den Kieler Schiffbau. Die Arbeit auf dem großen Portalkran wurde für den Künstler zu einem besonderen Erlebnis, das er in seinem Tagebuch festhielt: "100m über den Dingen - in der Besucherkanzel des großen Portalkrans verschiebt sich der Blick auf die Welt (auch im Wortsinn - ganz langsam fährt das Monstrum auf Schienen vor und zurück.) Unten schrumpft alles auf Spielzeugformat. Der Blick fördeauswärts - wie von einem beweglichen Bergfried herab - keine Ankunft bleibt verborgen. Die Skandinavienfähren legen ab, laufen aus, dampfen wie von unsichtbaren Händen geschoben Richtung Baltikum. Über Kiel ein graugelber Dunst. Ich verbringe den ganzen 1. April in dem Adlerhorst - mit Malzeug, 2 Bananen und 1 Flasche Wasser. Es ist, als stünde die Zeit, und ich denke: Immer hier bleiben." Der Großteil der Bilder der Serie "Malen auf Howaldt" entstand als Plein-Air-Malerei, das heißt direkt vor dem Objekt, ohne Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel. Die Intention des Künstlers ist in allen Arbeiten spürbar, ihm liegt daran, den Betrachter mit seinen Bildern etwas von der Atmosphäre spüren zu lassen, ihm eine Vorstellung von Geräuschen und Gerüchen zu vermitteln. Charakteristisch für die Arbeiten Friedel Andersons ist, dass ihn immer der Ausschnitt interessiert und er diesen ins Bild setzt, das Ganze ist für ihn nicht von Bedeutung.
Inventarnummer:
137/1999
Added to portal:
2026-01-30T17:50:09Z
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