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Fragment eines Aquamanile: Staufischer Ritter
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
CC BY-SA 4.0
Objektbezeichnung:
Aquamanile
Datierung:
Ende 12. Jahrhundert
Maße:
Gesamt: Höhe: 20,4 cm; Breite: 9,4 cm; Tiefe: 7,1 cm
Material:
Bronze
Technik:
gegossen
Herstellungsort:
Hildesheim
Bereitstellende Institution:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
Das Fragment zeigt den Oberkörper eines Ritters, dem Unterarme und Hände fehlen. Sein Kettenpanzer schließt an den konisch geformten Nasalhelm an und spart lediglich Nase und Augen aus. Der Riemen über der Brust diente wohl der Befestigung eines Schildes auf der linken Seite, weshalb dort auch die Oberflächengestaltung des Armes ausgesetzt wurde.
Da es sich bei der kleinen Figur um einen dünnwandigen Hohlguss handelt, kann man davon ausgehen, dass es sich um das Fragment eines Gefäßes, eines sogenannten Aquamaniles handelt. Eine genaue Vorstellung davon, wie das Aquamanile ursprünglich ausgesehen haben mag, vermittelt ein 1992 bei Sotheby’s angebotenes Exemplar, das in Gestik und Oberflächengestaltung dem Schleswiger Exemplar sehr nahe steht.
Da der Herstellungsort des Aquamaniles genauso wenig bekannt ist wie sein Fundort, lässt sich das Objekt lediglich über stilistische Zusammenhänge einordnen. Während Falk-Meyer, das Schleswiger Aquamanile konkret mit Hildesheim in Verbindung brachte, gehen neuere Untersuchungen nur noch von Norddeutschland als Herkunftsregion aus.
Dass das Ritteraquamanile dem profan-höfischen und nicht dem religiösen Lebensbereich zuzuordnen ist, ist unwidersprochen. Interessant ist der Hinweis auf Gestaltungsprinzipien von Reitersiegeln, die hier eine dreidimensionale Ausformung erfahren hätten.
Da es sich bei der kleinen Figur um einen dünnwandigen Hohlguss handelt, kann man davon ausgehen, dass es sich um das Fragment eines Gefäßes, eines sogenannten Aquamaniles handelt. Eine genaue Vorstellung davon, wie das Aquamanile ursprünglich ausgesehen haben mag, vermittelt ein 1992 bei Sotheby’s angebotenes Exemplar, das in Gestik und Oberflächengestaltung dem Schleswiger Exemplar sehr nahe steht.
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Dass das Ritteraquamanile dem profan-höfischen und nicht dem religiösen Lebensbereich zuzuordnen ist, ist unwidersprochen. Interessant ist der Hinweis auf Gestaltungsprinzipien von Reitersiegeln, die hier eine dreidimensionale Ausformung erfahren hätten.
Inventarnummer:
1935-806
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:08:55Z
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