Objektbezeichnung:
Gemälde
Datierung:
1983 - 1983
Maße:
H: 200 cm, B: 114 cm
Material:
Leinwand
Technik:
Malerei
Sachgruppe:
XVI. Malerei, Skulptur, Kunsthandwerk
Bereitstellende Institution:
Kunsthalle St. Annen
Auf den ersten Blick scheint Stolls Gemälde der gegenstandslosen Kunst des Informel verbunden zu sein. Die scheinbar abstrakten Formen des Bildes, das der Künstler selbst nicht betitelt, rufen jedoch verstärkt Assoziationen an bestimmte Gegenstände hervor.
Die Spiralform im oberen Teil fügt sich zu der Gestalt einer Schnecke oder eines Meerestieres. Die Oberfläche des Wesens erscheint brüchig, schrundig, in den Raum ragende Farbspuren erinnern an Tentakeln. Das Gebilde ist seitlich angeschnitten und erscheint daher überdimensional groß, nah und bedrohlich. Die Farbe scheint nach unten auszufließen, Flächen verwischen sich. Ein nicht definierter milchiger Hintergrund unterstreicht den undurchsichtigen Charakter dieses Wesens. Der großen geschwungenen Form wird im unteren Bereich des Bildes eine aggressive spitzwinklige entgegengestellt. So entsteht eine Spannung, die nicht gelöst
wird.
Stolls Bilder sind sehr persönliche, "autobiographische" Zeugnisse seines Künstlerdaseins. Sie drücken in ihrer hochsensiblen, fragilen und zum Teil abweisenden Art die stete Bedrohung und Gefährdung des Menschen aus, gegen die er sich fortwährend behaupten muß.
H. V.
Die Spiralform im oberen Teil fügt sich zu der Gestalt einer Schnecke oder eines Meerestieres. Die Oberfläche des Wesens erscheint brüchig, schrundig, in den Raum ragende Farbspuren erinnern an Tentakeln. Das Gebilde ist seitlich angeschnitten und erscheint daher überdimensional groß, nah und bedrohlich. Die Farbe scheint nach unten auszufließen, Flächen verwischen sich. Ein nicht definierter milchiger Hintergrund unterstreicht den undurchsichtigen Charakter dieses Wesens. Der großen geschwungenen Form wird im unteren Bereich des Bildes eine aggressive spitzwinklige entgegengestellt. So entsteht eine Spannung, die nicht gelöst
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Stolls Bilder sind sehr persönliche, "autobiographische" Zeugnisse seines Künstlerdaseins. Sie drücken in ihrer hochsensiblen, fragilen und zum Teil abweisenden Art die stete Bedrohung und Gefährdung des Menschen aus, gegen die er sich fortwährend behaupten muß.
H. V.
Inventarnummer:
1989-19
In Portal übernommen am:
2026-01-30T18:18:52Z
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