Objektbezeichnung:
Predella
Datierung:
um 1520
Maße:
H: 94 cm, B: 284 cm, T: 49,5 cm
Material:
Holz
Technik:
Holztechnik
Sachgruppe:
XV. Religion und Kirche
Mittelalter
Person:
Herstellungsort:
Lübeck
Bereitstellende Institution:
die LÜBECKER MUSEEN St. Annen-Museum
Die Szene der Predella ist dem Apostel Thomas gewidmet. Nach der Auferstehung des Herrn legt er die Hand in die Seitenwunde Christi (Jo. 20,27).
Die Predella ist in ein schmales Mittelgefach und zwei breitere Seitengefache aufgeteilt. In der Mitte begegnet der ungläubige Apostel Thomas dem Auferstandenen und fühlt dessen Seitenwunde, zur Rechten der Mittelgruppe sind fünf Apostel (darunter an erster Stelle Petrus) und zur Linken sechs Apostel (darunter an erster Stelle Paulus (?), an dritter Jakobus Maior und an fünfter Johannes) wiedergegeben. Der zwölfte Apostel wurde nachträglich als Kopf - ohne Körper und Füße - in die Lücke zwischen Paulus und Jakobus Maior eingefügt.
Aufgrund des eigentümlichen puppenhaften Gesichtsschnittes, der erstarrten, mitunter ungelenken Körperbewegungen und der summarischen, gleichförmigen Gewandfaltengestaltung ist das gesamte figürliche Schnitzwerk zweifelsfrei dem in der weiteren Nachfolge des Henning van der Heide stehenden unbekannten Meister der Burgkirchenaltäre sowie seiner Werkstatt zuzuschreiben (vgl. Wurzel Jesse-Altar, Inv. Nr. 8).
Das Retabel wird in der Hansestadt um 1520 geschaffen worden sein. Das Wappen der Brauerknechte - ein Mann, der ein Joch mit Bierfässern auf den Schultern trägt - auf dem rechten Zwickel der Predella wurde vermutlich bei einer "Erneuerung" des Retabels 1681 ausgeführt (vgl. Melle 1787, S. 272; Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck 4, S. 208). Zu diesem Zeitpunkt sind auch die Schmalseiten von Predella, Schrein und Flügeln mit dekorativen Malereien, die Wein- und Fruchtschnüre sowie Akanthusranken zeigen, bemalt worden (vgl. die sehr ähnlichen Malereien an entsprechender Stelle des Magdalenenretabels der Bruderschaft der Schneidergesellen, Inv. Nr. 18-19).
Nach Albrecht 2005, Kat. Nr. 162
Die Predella ist in ein schmales Mittelgefach und zwei breitere Seitengefache aufgeteilt. In der Mitte begegnet der ungläubige Apostel Thomas dem Auferstandenen und fühlt dessen Seitenwunde, zur Rechten der Mittelgruppe sind fünf Apostel (darunter an erster Stelle Petrus) und zur Linken sechs Apostel (darunter an erster Stelle Paulus (?), an dritter Jakobus Maior und an fünfter Johannes) wiedergegeben. Der zwölfte Apostel wurde nachträglich als Kopf - ohne Körper und Füße - in die Lücke zwischen Paulus und Jakobus Maior eingefügt.
Aufgrund des eigentümlichen puppenhaften Gesichtsschnittes, der erstarrten, mitunter ungelenken Körperbewegungen und der summarischen, gleichförmigen Gewandfaltengestaltung ist das gesamte figürliche Schnitzwerk zweifelsfrei dem in der weiteren Nachfolge des Henning van der Heide stehenden unbekannten Meister der Burgkirchenaltäre sowie seiner Werkstatt zuzuschreiben (vgl. Wurzel Jesse-Altar, Inv. Nr. 8).
Das Retabel wird in der Hansestadt um 1520 geschaffen worden sein. Das Wappen der Brauerknechte - ein Mann, der ein Joch mit Bierfässern auf den Schultern trägt - auf dem rechten Zwickel der Predella wurde vermutlich bei einer "Erneuerung" des Retabels 1681 ausgeführt (vgl. Melle 1787, S. 272; Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck 4, S. 208). Zu diesem Zeitpunkt sind auch die Schmalseiten von Predella, Schrein und Flügeln mit dekorativen Malereien, die Wein- und Fruchtschnüre sowie Akanthusranken zeigen, bemalt worden (vgl. die sehr ähnlichen Malereien an entsprechender Stelle des Magdalenenretabels der Bruderschaft der Schneidergesellen, Inv. Nr. 18-19).
Nach Albrecht 2005, Kat. Nr. 162
Inventarnummer:
17
In Portal übernommen am:
2025-11-14T13:54:31Z
Objekte der gleichen Person (9):
Ähnliches Material (6126):
Alle verbundenen Objekte anzeigen
Ähnliche Technik (1570):
Qualität durch Dein Feedback
Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,
Falls Du Fehler in den Datensätzen entdeckst (z.B. Rechtschreibfehler, Zahlendreher etc.) oder Probleme mit der Anzeige der Dokumente hast, zögere nicht, uns dies mitzuteilen. Dafür kannst Du ganz einfach das nebenstehende Kontaktformular nutzen und das Museum direkt anschreiben. Deine Daten werden sicher über ein SSL-Zertifikat übertragen. Wenn Du weitere Fragen zum Datenschutz hast, klicke bitte hier: Informationen zum Datenschutz
Falls Du Fehler in den Datensätzen entdeckst (z.B. Rechtschreibfehler, Zahlendreher etc.) oder Probleme mit der Anzeige der Dokumente hast, zögere nicht, uns dies mitzuteilen. Dafür kannst Du ganz einfach das nebenstehende Kontaktformular nutzen und das Museum direkt anschreiben. Deine Daten werden sicher über ein SSL-Zertifikat übertragen. Wenn Du weitere Fragen zum Datenschutz hast, klicke bitte hier: Informationen zum Datenschutz