Objektbezeichnung:
Handhammer
Datierung:
3. Viertel 20. Jahrhundert
Maße:
Gesamt: Länge: 22,5 cm; Breite: 6,5 cm; Tiefe: 1,5 cm
Material:
Holz
Metall
Sachgruppe:
Frisör
Handwerk
Werkzeuge
Hilfsgerät
Bereitstellende Institution:
Industriemuseum Elmshorn
Hammer mit lackiertem Holzstiel, zum Einschlagen der Nadeln in den Holzkopf, vermutlich von einem Perückenmacher, mit schwarz bemaltem Metallkopf
Es handelt sich um einen Hammer mit lackiertem Holzstiel und einem schwarz bemalten Metallkopf der aus der Werkstatt eines Perückenmachers stammt.
Perückenmacher benötigten einen Hammer, um die sogenannte „Montur“ (den netzartigen Unterbau der Perücke) mit Metallstiften auf einem Holzkopf aufzuspannen.
Wenn die „Montur“ fest auf dem Holzkopf befestigt ist, können die einzelnen Haarsträhnen in das Netzmaterial geknüpft werden.
Perücken wurden schon im alten Ägypten von Männern und Frauen getragen. Auch im alten Griechenland sowie im römischen Reich trugen Frauen Perücken oder umfangreiche Haarteile. Im frühen Barock kam die Perücke wieder in Mode. 1656 entstand die erste Innung für Perückenmacher in Paris. Nach 1700 kamen die weiß gepuderten Perücken mit meist waagerecht angeordneten Locken auf. Hergestellt wurden sie vorwiegend aus Ross- oder Ziegenhaar sowie Hanf und Flachs. Soldaten und Reisende trugen kürzere Modelle, sogenannte Stutzperücken, Bauern und Handwerker gar keine. Das Pudern der Perücken war den unteren Schichten generell verboten und mit einer Steuer belegt. Schon vor der Französischen Revolution kam das Ende der Perückenmode. Seither werden Perücken und Toupets von Männern nur noch als Bestandteil von Amtstrachten in der Rechtspflege oder aus medizinischen Gründen getragen. Für die kunstvollen Frauenfrisuren im Biedermeier wurden häufig nur noch Haarteile benutzt. Heute werden Perücken überwiegend von Menschen mit Haarverlust, Schauspielern und zum Karneval getragen.
Es handelt sich um einen Hammer mit lackiertem Holzstiel und einem schwarz bemalten Metallkopf der aus der Werkstatt eines Perückenmachers stammt.
Perückenmacher benötigten einen Hammer, um die sogenannte „Montur“ (den netzartigen Unterbau der Perücke) mit Metallstiften auf einem Holzkopf aufzuspannen.
Wenn die „Montur“ fest auf dem Holzkopf befestigt ist, können die einzelnen Haarsträhnen in das Netzmaterial geknüpft werden.
Perücken wurden schon im alten Ägypten von Männern und Frauen getragen. Auch im alten Griechenland sowie im römischen Reich trugen Frauen Perücken oder umfangreiche Haarteile. Im frühen Barock kam die Perücke wieder in Mode. 1656 entstand die erste Innung für Perückenmacher in Paris. Nach 1700 kamen die weiß gepuderten Perücken mit meist waagerecht angeordneten Locken auf. Hergestellt wurden sie vorwiegend aus Ross- oder Ziegenhaar sowie Hanf und Flachs. Soldaten und Reisende trugen kürzere Modelle, sogenannte Stutzperücken, Bauern und Handwerker gar keine. Das Pudern der Perücken war den unteren Schichten generell verboten und mit einer Steuer belegt. Schon vor der Französischen Revolution kam das Ende der Perückenmode. Seither werden Perücken und Toupets von Männern nur noch als Bestandteil von Amtstrachten in der Rechtspflege oder aus medizinischen Gründen getragen. Für die kunstvollen Frauenfrisuren im Biedermeier wurden häufig nur noch Haarteile benutzt. Heute werden Perücken überwiegend von Menschen mit Haarverlust, Schauspielern und zum Karneval getragen.
Inventarnummer:
2002-0483
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:15:08Z
Ähnliches Material (5896):
Alle verbundenen Objekte anzeigen
Qualität durch Dein Feedback
Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,
Falls Du Fehler in den Datensätzen entdeckst (z.B. Rechtschreibfehler, Zahlendreher etc.) oder Probleme mit der Anzeige der Dokumente hast, zögere nicht, uns dies mitzuteilen. Dafür kannst Du ganz einfach das nebenstehende Kontaktformular nutzen und das Museum direkt anschreiben. Deine Daten werden sicher über ein SSL-Zertifikat übertragen. Wenn Du weitere Fragen zum Datenschutz hast, klicke bitte hier: Informationen zum Datenschutz
Falls Du Fehler in den Datensätzen entdeckst (z.B. Rechtschreibfehler, Zahlendreher etc.) oder Probleme mit der Anzeige der Dokumente hast, zögere nicht, uns dies mitzuteilen. Dafür kannst Du ganz einfach das nebenstehende Kontaktformular nutzen und das Museum direkt anschreiben. Deine Daten werden sicher über ein SSL-Zertifikat übertragen. Wenn Du weitere Fragen zum Datenschutz hast, klicke bitte hier: Informationen zum Datenschutz