Objektbezeichnung:
Postichkopf
Erweiterte Objektbezeichnung:
Perückenkopf aus Holz
Datierung:
3. Viertel 20. Jahrhundert
Maße:
Gesamt: Länge: 23 cm; Breite: 13 cm; Tiefe: 18 cm
Material:
Holz
Sachgruppe:
Frisör
Handwerk
Hilfsgerät
Bereitstellende Institution:
Industriemuseum Elmshorn
Holzkopf für Perücken, mit Holzspane ausgebessert, diverse Nadellöcher, angedeutete Ohren, Stempel "Greve Haarhandlung, Hamburg 1, Steindamm, S8", zur Perückenanfertigung
Der sogenannte Perückenkopf aus Holz ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Herstellung von Perücken. Ein Stempel auf dem Perückenkopf verrät, dass er aus dem Geschäft „Greve Haarhandlung“ in Hamburg („Hmb1, Steindamm 58“) stammt.
Auf den Holzkopf wird eine „Montur“ aus einem Netzmaterial aufgespannt in das die einzelnen Haarsträhnen geknüpft werden. Die „Montur“ wird mit Metallstiften (Montierstiften) aufgespannt, die Löcher auf dem Holzkopf zeugen von diesem Arbeitsschritt. Nach Angaben der Spenderin wurde dieser Perückenkopf allerdings nur zum Üben genutzt.
Perücken wurden schon im alten Ägypten von Männern und Frauen getragen. Auch im alten Griechenland sowie im römischen Reich trugen Frauen Perücken oder umfangreiche Haarteile. Im frühen Barock kam die Perücke wieder in Mode. 1656 entstand die erste Innung für Perückenmacher in Paris. Nach 1700 kamen die weiß gepuderten Perücken mit meist waagerecht angeordneten Locken auf. Hergestellt wurden sie vorwiegend aus Ross- oder Ziegenhaar sowie Hanf und Flachs. Soldaten und Reisende trugen kürzere Modelle, sogenannte Stutzperücken, Bauern und Handwerker gar keine. Das Pudern der Perücken war den unteren Schichten generell verboten und mit einer Steuer belegt. Schon vor der Französischen Revolution kam das Ende der Perückenmode. Seither werden Perücken und Toupets von Männern nur noch als Bestandteil von Amtstrachten in der Rechtspflege oder aus medizinischen Gründen getragen. Für die kunstvollen Frauenfrisuren im Biedermeier wurden häufig nur noch Haarteile benutzt. Heute werden Perücken überwiegend von Menschen mit Haarverlust, Schauspielern und zum Karneval getragen.
Der sogenannte Perückenkopf aus Holz ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Herstellung von Perücken. Ein Stempel auf dem Perückenkopf verrät, dass er aus dem Geschäft „Greve Haarhandlung“ in Hamburg („Hmb1, Steindamm 58“) stammt.
Auf den Holzkopf wird eine „Montur“ aus einem Netzmaterial aufgespannt in das die einzelnen Haarsträhnen geknüpft werden. Die „Montur“ wird mit Metallstiften (Montierstiften) aufgespannt, die Löcher auf dem Holzkopf zeugen von diesem Arbeitsschritt. Nach Angaben der Spenderin wurde dieser Perückenkopf allerdings nur zum Üben genutzt.
Perücken wurden schon im alten Ägypten von Männern und Frauen getragen. Auch im alten Griechenland sowie im römischen Reich trugen Frauen Perücken oder umfangreiche Haarteile. Im frühen Barock kam die Perücke wieder in Mode. 1656 entstand die erste Innung für Perückenmacher in Paris. Nach 1700 kamen die weiß gepuderten Perücken mit meist waagerecht angeordneten Locken auf. Hergestellt wurden sie vorwiegend aus Ross- oder Ziegenhaar sowie Hanf und Flachs. Soldaten und Reisende trugen kürzere Modelle, sogenannte Stutzperücken, Bauern und Handwerker gar keine. Das Pudern der Perücken war den unteren Schichten generell verboten und mit einer Steuer belegt. Schon vor der Französischen Revolution kam das Ende der Perückenmode. Seither werden Perücken und Toupets von Männern nur noch als Bestandteil von Amtstrachten in der Rechtspflege oder aus medizinischen Gründen getragen. Für die kunstvollen Frauenfrisuren im Biedermeier wurden häufig nur noch Haarteile benutzt. Heute werden Perücken überwiegend von Menschen mit Haarverlust, Schauspielern und zum Karneval getragen.
Inventarnummer:
2002-0485
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:15:59Z
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