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langes Taufkleid

Industriemuseum Elmshorn CC BY-SA 4.0
Objektbezeichnung:
Taufkleid
Datierung:
1. Hälfte 20. Jahrhundert
Maße:
Werk: Länge: 85 cm; Breite: 22 cm (Körpermitte)
Material:
Baumwolle
Technik:
handgenäht
Sachgruppe:
Geburt und Taufe
Person:
Bereitstellende Institution:
Industriemuseum Elmshorn
Langes Taufkleid für einen Säugling aus durchscheinendem Baumwollstoff. Der eckige Halsausschnitt, die Ärmel und der Saum sind mit Spitze besetzt. Das Taufkleid wird hinten nur mit zwei Bindebändern geschlossen.

Seit der Kirchenlehrer Augustinus von Hippo die Lehre von der Erbsünde formulierte, sah die Theologie die Taufe als unverzichtbar für das Seelenheil und damit die Erlösung an. Augustinus hielt es für ausgeschlossen, dass ungetaufte Kinder in das Paradies oder auch nur in einen anderen Ort der Glückseligkeit eingehen könnten. Die Synode von Karthago im Jahr 418 verfestigte diese Lehre und damit die Ansicht, dass Säuglinge, die ungetauft sterben, in die Hölle kommen. Im Mittelalter wurde diese Lehre (allerdings nicht von offizieller kirchlicher Seite) wieder abgemildert: Die ohne persönliches Verschulden vom Himmel ausgeschlossenen Seelen kommen demnach zwar weiterhin, der kirchlichen Lehre entsprechend, in die Hölle, aber an einen besonders milden Ort an deren Rand, genannt Vorhölle oder Limbus.
Inventarnummer:
A-0964
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:14:47Z

Industriemuseum Elmshorn

Catharinenstraße 1, 25335 Elmshorn

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