Objektbezeichnung:
Ausstellung
Zeitraum:
08.02.2026 - 10.05.2026
Adresse:
Sachgruppe:
Geschichte/Kulturgeschichte
Veranstalter:
Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum
Kategorie:
Ausstellung
Spielort:
Husum
Friedrich Laubengeiger (geb. 1929) gehört zu den bedeutenden Künstler- und Lehrendenpersönlichkeiten Nordfrieslands. Nun wird seine Arbeit in seinem 97. Lebensjahr mit einer großen Schau im Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum geehrt.
Der in Stuttgart geborene und in Waiblingen aufgewachsene Schwabe kam bereits 1956 zur Referendars-Ausbildung nach Schleswig-Holstein und begann 1958 seine Tätigkeit als Kunsterzieher am Hermann-Tast Gymnasium in Husum. Hier wirkte er mehr als drei Jahrzehnte.
Seine künstlerische Laufbahn begann Laubengeiger 1951 mit dem Studium an der renommierten Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo er von Professor Manfred Henninger entscheidende Impulse erhielt. Henningers präzise, aber zugleich offene Lehre förderte Laubengeigers Fähigkeit, zwischen formaler Strenge und expressiver Freiheit zu balancieren. Einen bleibenden Einfluss übte zudem die Begegnung mit der expressionistischen Malerei Oskar Kokoschka aus. Laubengeiger übernahm aus diesem Kontext nicht nur eine intensive Farb- und Formensprache, sondern auch einen universalen Humanismus zusammen mit der Berufung, ganz in der Tradition der Reformpädagogik und Kunsterziehungsbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, seinen Schülern an Gymnasium und Volkshochschule einen Zugang zu ihren eigenen schöpferischen Kräften und Möglichkeiten zu bahnen und das Sehen als bewussten Akt der Reflexion und des Erlebens wahrzunehmen.
Neben beeindruckend expressiven (Selbst-) Portraits, Körper- und Landschaftsstudien, in denen er Komposition, Volumina und Perspektive aus dem Verhältnis der Farben, der gesetzten Farbfelder und „Flecken“ untereinander entwickelt, erforscht Laubengeiger auch seine zweite Heimat in Schleswig-Holstein künstlerisch. Sie prägt sein Werk in besonderem Maße bis heute: Die Nordsee, die Architektur und Gärten der Köge, Wind und Wetter über Wattenmeer und Dünen, oder die urwüchsige Landschaft der Geest und Ostholsteins spiegeln sich immer wieder in seiner Kunst wider, ebenso seine enge Verbindung zu „Land und Leuten“ und Ihrer Kultur. In seiner Malerei verschmilzt die gesehene und die gefühlte Natur zu einem farbgewaltigen Gewebe.
Die als Werkschau und Materialsammlung konzipierte Ausstellung, zu der auch ein Katalog erscheint, vereint über 100 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Objekte - viele davon aus der frühen Schaffensphase und das erste Mal im musealen Kontext zu sehen. Ein besonderes Highlight ist eine Gruppe von ca. 30 Aquarell-Studien, die 1961 unter Oskar Kokoschkas Ägide in der „Schule des Sehens“ in Salzburg entstanden sind.
Für die Ausstellung ist ein Vermittlungsprogramm vorgesehen, darunter u.a. öffentliche Führungen mit den Kurator*innen und Workshops für Schulen. Ziel ist es, sowohl ein kunstaffines Publikum als auch Menschen ohne Vorkenntnisse anzusprechen und auf eine positive Weise für die Auseinandersetzung mit Themen von Malerei, Werken und anderen künstlerischen Medien, aber auch generellen Fragen von sowohl Kunstbetrachtung, „Sehen“ und der Kraft der Kreativität zu gewinnen, aber auch für Themen wie „Lebensläufe“ und „Alter“ zu sensibilisieren.
Der in Stuttgart geborene und in Waiblingen aufgewachsene Schwabe kam bereits 1956 zur Referendars-Ausbildung nach Schleswig-Holstein und begann 1958 seine Tätigkeit als Kunsterzieher am Hermann-Tast Gymnasium in Husum. Hier wirkte er mehr als drei Jahrzehnte.
Seine künstlerische Laufbahn begann Laubengeiger 1951 mit dem Studium an der renommierten Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo er von Professor Manfred Henninger entscheidende Impulse erhielt. Henningers präzise, aber zugleich offene Lehre förderte Laubengeigers Fähigkeit, zwischen formaler Strenge und expressiver Freiheit zu balancieren. Einen bleibenden Einfluss übte zudem die Begegnung mit der expressionistischen Malerei Oskar Kokoschka aus. Laubengeiger übernahm aus diesem Kontext nicht nur eine intensive Farb- und Formensprache, sondern auch einen universalen Humanismus zusammen mit der Berufung, ganz in der Tradition der Reformpädagogik und Kunsterziehungsbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, seinen Schülern an Gymnasium und Volkshochschule einen Zugang zu ihren eigenen schöpferischen Kräften und Möglichkeiten zu bahnen und das Sehen als bewussten Akt der Reflexion und des Erlebens wahrzunehmen.
Neben beeindruckend expressiven (Selbst-) Portraits, Körper- und Landschaftsstudien, in denen er Komposition, Volumina und Perspektive aus dem Verhältnis der Farben, der gesetzten Farbfelder und „Flecken“ untereinander entwickelt, erforscht Laubengeiger auch seine zweite Heimat in Schleswig-Holstein künstlerisch. Sie prägt sein Werk in besonderem Maße bis heute: Die Nordsee, die Architektur und Gärten der Köge, Wind und Wetter über Wattenmeer und Dünen, oder die urwüchsige Landschaft der Geest und Ostholsteins spiegeln sich immer wieder in seiner Kunst wider, ebenso seine enge Verbindung zu „Land und Leuten“ und Ihrer Kultur. In seiner Malerei verschmilzt die gesehene und die gefühlte Natur zu einem farbgewaltigen Gewebe.
Die als Werkschau und Materialsammlung konzipierte Ausstellung, zu der auch ein Katalog erscheint, vereint über 100 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Objekte - viele davon aus der frühen Schaffensphase und das erste Mal im musealen Kontext zu sehen. Ein besonderes Highlight ist eine Gruppe von ca. 30 Aquarell-Studien, die 1961 unter Oskar Kokoschkas Ägide in der „Schule des Sehens“ in Salzburg entstanden sind.
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Schlagworte:
Museum
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