Objektbezeichnung:
Ausstellung
Zeitraum:
26.06.2026 - 06.09.2026
Adresse:
Sachgruppe:
Geschichte/Kulturgeschichte
Veranstalter:
Stadtmuseum Schleswig
Kategorie:
Ausstellung
Spielort:
Schleswig
Eröffnung: 25.06.2026, 19:00 Uhr
In der großen Sommerausstellung zeigt das Stadtmuseum in Kooperation mit der Agentur MAGNUM PHOTOS, Paris, und der Städtischen Galerie Iserlohn die poetischen, düster-geheimnisvollen Fotografien des australischen Magnum-Fotografen Trent Parke (*1971). „Monument“ vereint Schwarzweißaufnahmen, die über einen Zeitraum von über 25 Jahren in den Straßen von Sydney und Adelaide, Australien, entstanden sind. Für Trent Parke selbst sind die von ihm sorgsam für das Projekt zusammengestellten Bilder vergleichbar mit einer imaginären Zeitkapsel, die für den Fall eines Weltuntergangs die Geschichte der Erde und des menschlichen Daseins ganz ohne Worte in filmischen Bildern erzählt: ein Monument der Menschheit aus dem Weltraum betrachtet.
Als Parke seinerzeit aus einer australischen Kleinstadt nach Sydney zog, war sein erster Eindruck die unüberschaubare Menge an gesichtslosen Menschen, die auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit oder nach Hause in endlosen Prozessionen durch die Straßen der Stadt strömten – gefangen in ihrer Alltagsroutine. Je mehr Parke das geschäftige Treiben während der Rushhour fotografierte, desto mehr faszinierte ihn das harte australische Licht und er begann, dieses mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, Blenden und Entwicklerkonzentrationen künstlerisch aufzugreifen. Als Essenz sind fesselnde Bilder entstanden, die die Menschen in Unschärfe zeigen – fragmentiert, gesichtslos und anonym. Wie in einem tranceähnlichen Zustand bewegen sie sich Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr denselben Weg gehend durch die Straßen der Stadt – in einem endlosen Kampf für das menschliche Dasein: verdammt wie Motten im Licht. Monument ist eine Elegie auf die moderne Zeit und den ewigen Kreislauf des Lebens.
TRENT PARKE
Trent Parke wurde 1971 geboren und wuchs in Newcastle, New South Wales, auf. Mit der Pentax Spotmatic seiner Mutter und der Waschküche seiner Familie als Dunkelkammer begann er im Alter von etwa 12 Jahren zu fotografieren. Er startete seine Karriere als Pressefotograf und wurde 2007 als erster Australier Vollmitglied von MAGNUM PHOTOS. Obwohl seine Arbeiten im Dokumentarischen verwurzelt sind, bewegen sie sich zwischen Fiktion und Realität und beschäftigen sich mit Themen wie Identität, Ort und Familienleben. Parke wurde u. a. mit vier World Press Photo Awards ausgezeichnet. Seine Arbeiten werden international ausgestellt und befinden sich in bedeutenden Sammlungen. Trent Parke hat vor „Monument“ (2023) acht Bildbände veröffentlicht.
In der großen Sommerausstellung zeigt das Stadtmuseum in Kooperation mit der Agentur MAGNUM PHOTOS, Paris, und der Städtischen Galerie Iserlohn die poetischen, düster-geheimnisvollen Fotografien des australischen Magnum-Fotografen Trent Parke (*1971). „Monument“ vereint Schwarzweißaufnahmen, die über einen Zeitraum von über 25 Jahren in den Straßen von Sydney und Adelaide, Australien, entstanden sind. Für Trent Parke selbst sind die von ihm sorgsam für das Projekt zusammengestellten Bilder vergleichbar mit einer imaginären Zeitkapsel, die für den Fall eines Weltuntergangs die Geschichte der Erde und des menschlichen Daseins ganz ohne Worte in filmischen Bildern erzählt: ein Monument der Menschheit aus dem Weltraum betrachtet.
Als Parke seinerzeit aus einer australischen Kleinstadt nach Sydney zog, war sein erster Eindruck die unüberschaubare Menge an gesichtslosen Menschen, die auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit oder nach Hause in endlosen Prozessionen durch die Straßen der Stadt strömten – gefangen in ihrer Alltagsroutine. Je mehr Parke das geschäftige Treiben während der Rushhour fotografierte, desto mehr faszinierte ihn das harte australische Licht und er begann, dieses mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, Blenden und Entwicklerkonzentrationen künstlerisch aufzugreifen. Als Essenz sind fesselnde Bilder entstanden, die die Menschen in Unschärfe zeigen – fragmentiert, gesichtslos und anonym. Wie in einem tranceähnlichen Zustand bewegen sie sich Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr denselben Weg gehend durch die Straßen der Stadt – in einem endlosen Kampf für das menschliche Dasein: verdammt wie Motten im Licht. Monument ist eine Elegie auf die moderne Zeit und den ewigen Kreislauf des Lebens.
TRENT PARKE
Trent Parke wurde 1971 geboren und wuchs in Newcastle, New South Wales, auf. Mit der Pentax Spotmatic seiner Mutter und der Waschküche seiner Familie als Dunkelkammer begann er im Alter von etwa 12 Jahren zu fotografieren. Er startete seine Karriere als Pressefotograf und wurde 2007 als erster Australier Vollmitglied von MAGNUM PHOTOS. Obwohl seine Arbeiten im Dokumentarischen verwurzelt sind, bewegen sie sich zwischen Fiktion und Realität und beschäftigen sich mit Themen wie Identität, Ort und Familienleben. Parke wurde u. a. mit vier World Press Photo Awards ausgezeichnet. Seine Arbeiten werden international ausgestellt und befinden sich in bedeutenden Sammlungen. Trent Parke hat vor „Monument“ (2023) acht Bildbände veröffentlicht.
Schlagworte:
Museum
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