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Wirtshaus bei Jena | |
Für Emil Noldes künstlerisches Schaffen war Jena ein besonderer Ort. In der Stadt an der Saale wurde er zwischen 1908 und 1913 mit einer dichten Folge von Einzel- und Gruppenausstellungen der Öffentlichkeit bekannt und ?? keineswegs selbstverständlich ?? positiv in der zeitgenössischen Presse besprochen. Darüber hinaus motivierten gute Freundschaften den Maler immer wieder dazu, Jena zu besuchen. 1908 war für Nolde ein schwierihges Jahr, denn er befand sich in einer malerischen Kriese, in der er mit Farben, Mitteln und Techniken "ringen" musste. Zu dieser Zeit entstand aber auch das Kieler Gemälde "Wirtshaus bei Jena". Es gelingt ihm, eine spannungsreiche Bildanlage zu kreieren, die sich darin äußert, dass Baum, Haus und Personengruppe sich eng in der linken Bildecke tummeln, während sich die Landschaftszeile über sie ganze rechte Seite erstreckt. Mit Einsatz der Farbmittel ändert sich der Duktus gravierend. In extrem schnellem Wechsel werden die auf Palette und Bildträger gemischten Farben aufgebracht. Gelb-, Grün-, Blau- und Rottöne entwickeln sich zu einem bewegten Farbenmeer. Kleinteiligere Farbkürzel akzentuieren die Personengruppe, die Bäume sowie die Himmelszone. Doch nichts folgt den Vorgaben der Natur. (Marta Wrage M.A.) Q.: Ulrike Wolff-Thomsen: Emil Nolde, in Kunsthalle zu Kiel - Die Sammlung, Kiel 2007, S. 270.
Inventarnummer: 573
Signatur: signiert (u. r.: Emil Nolde)
Signatur: bezeichnet (a. d. Keilrahmen: Wirtshaus zur Nachtigall)
Abbildungsrechte: Kunsthalle zu Kiel
Signatur: signiert (u. r.: Emil Nolde)
Signatur: bezeichnet (a. d. Keilrahmen: Wirtshaus zur Nachtigall)
Abbildungsrechte: Kunsthalle zu Kiel

