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Das Glück

Objektbezeichnung:Druckgrafik
Sachgruppe:Druckgrafik
Künstler:
Beham, Hans Sebald
Datierung:1541
Maße:H: 7,9 cm, B: 5,1 cm
Material:Papier
Technik:Kupferstich
Stil:Renaissance
Die geflügelte Frauengestalt der Fortuna schreitet leichtfüßig an einer Kugel vorbei. Das geflochtene Haar ist um den Hinterkopf gelegt. Über der Stirn trägt sie ein an einem Stirnband befestigtes Diadem, um den Hals eine lange Perlenkette. Die durch das hochgeraffte Kleid freiliegenden Waden sind mit einem breiten Band versehen, welches ein Löwenkopf als Symbol der Macht schmückt. Ihr Blick drückt Zufriedenheit und Selbstsicherheit aus. In der Rechten hält sie einen Palmzweig, der die Tugend als Voraussetzung für das Glück symbolisiert. Die Linke trägt ein sechsspeichiges Rad mit einer Kurbel an der Achse. Auf seinem höchsten Punkt, dem Zenit des Glücks, sitzt ein reich gekleideter bärtiger Mann, der mit einer Hand auf den Kopf der Personifikation weist, möglicherweise der Künstler. Darstellungen des Glücksrades gibt es seit dem Mittelalter. Je weiter unten insbesondere die Herrscher auf dem Rad sitzen, desto weniger erfolgreich sind sie.
Die Kugel neben Fortuna liegt auf einem ebenen, nach links abgetreppten Untergrund. Sie ist ein Symbol der Welt, aber auch der Unbeständigkeit. Im Hintergrund ist eine Stadt am Meer zu sehen, auf dem ein Segelschiff unter guten Winden mit geblähten Segeln fährt: Zeichen von Wohlstand, Sicherheit, Fernhandel und Fortschritt. Das Schiff bricht mit voller Fahrt auf zu glücklichen Unternehmungen.
(nach Birger Ohrt, in: Ausst.-Kat. Des Menschen Gemüt ist wandelbar. Druckgrafik der Dürer-Zeit, Kunsthalle zu Kiel 2004, S. 237)

Literatur:
  • Kuder, Ulrich / Bärbel Manitz / Walter Sparn: Des Menschen Gemüt ist wandelbar. Druckgrafik der Dürer-Zeit, Kiel, 2004

Inventarnummer: A.B. 133

Signatur: bezeichnet (o. Mitte: FORTVNA)

Signatur: bezeichnet und datiert (o. r.: 1541 / H S B)


Ikonographie:     
Abstrakte Ideen / Konzepte